SAF-HOLLAND
Menü

Mitteilungen

SAF-HOLLAND wieder in der Gewinnzone

* September umsatzstärkster Monat des Jahres 2009
* Umsatz in den ersten neun Monaten: 316,4 Mio. Euro
* Bereinigtes EBIT wieder positiv: 1,2 Mio. Euro
* Starke Entwicklung beim Cashflow

Luxemburg, 19. November 2009 - Die SAF-HOLLAND S.A. hat im 3. Quartal
ergebnisseitig die Trendwende geschafft und wieder ein positives
bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) erzielt. Das Unternehmen profitierte
von der erfolgreichen Restrukturierung des operativen Geschäfts mit einem
umfassenden Kostensenkungsprogramm sowie von einer Umsatzstabilisierung und
ersten Erholungsanzeichen in den Absatzmärkten. SAF-HOLLAND hat
dementsprechend seine operative und finanzielle Aufstellung erfolgreich den
neuen Marktgegebenheiten angepasst und eine solide Grundlage geschaffen, um
seine Effizienz stetig zu verbessern.

Dr. Reiner Beutel, CEO der SAF-HOLLAND Gruppe: 'SAF-HOLLAND profitiert von
der konzernweiten Restrukturierung des operativen Geschäfts. Wir sind
schlanker und schlagkräftiger. Damit sind wir als weltweiter Zulieferer von
Qualitätssystemen und -komponenten für die Nutzfahrzeugindustrie bestens
positioniert, um am zu erwartenden Aufschwung überdurchschnittlich zu
partizipieren. Wir sehen bereits erste Signale der Erholung.'

Das Unternehmen hat zudem wichtige Fortschritte in den Verhandlungen mit
den kreditgebenden Banken erreicht, um die vorhandene Finanzierung neu zu
strukturieren und zu verlängern. Nach dem erst kürzlich verlängerten
Stillhalteabkommen zum 25. November, erwartet SAF-HOLLAND in Kürze den
Abschluss der Verhandlungen. Ziele der neuen Finanzierungsvereinbarung
sind, das Unternehmen langfristig auf eine solide Basis zu stellen und
ausreichend finanzielle Flexibilität für den Abschluss der operativen
Restrukturierung und die Rückkehr auf den Wachstumspfad zu schaffen.

Umsätze stabilisiert
Parallel mit der ergebnisseitigen Trendwende hat sich der Umsatz gegenüber
den vergangenen Quartalen stabilisiert: Im 3. Quartal beliefen sich die
Erlöse auf 103,1 Mio. Euro, was einer leichten Verbesserung gegenüber dem
2. Quartal entspricht. Das bereinigte EBIT kletterte auf 2,5 Mio. Euro
gegenüber -0,8 Mio. Euro im 2. Quartal. Mit 6,5 Mio. Euro verdoppelte sich
das bereinigte EBITDA im Vergleich zum vorhergehenden Quartal. In Summe
haben sich die Umsätze stabilisiert und erste Zeichen einer Erholung auf
dem weltweiten Markt für Nutzfahrzeuge sind erkennbar. In den ersten neun
Monaten erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 316,4 Mio. Euro (Vj:
646,3). Die Business Units Powered Vehicle Systems und Aftermarket federn
den deutlichen Rückgang im Bereich Trailer Systems ab, wobei beide
Geschäftsbereiche ihre Vorjahresergebnisse übertroffen haben.

Restrukturierung ermöglicht Turnaround
Die stabile Bruttomarge von 16,8% (Vj: 16,9%) belegt die erfolgreiche
Restrukturierung mit massiven Einsparungen bei Personal- und Sachkosten.
Auch die Overheadkosten wurden um 12,4 Mio. Euro gesenkt. Das bereinigte
EBIT für die ersten neun Monate betrug 1,2 Mio. Euro.

Trailer Systems mit stabiler Umsatzentwicklung
Im 3. Quartal stabilisierte sich der Umsatz der Business Unit Trailer
Systems mit 41,0 Mio. Euro auf dem Niveau des 2. Quartals. Während der
Monat August in Europa erwartungsgemäß ruhig verlief, konnte das
Trailergeschäft im September zulegen. In Nordamerika war ein moderater
Anstieg bereits im August erkennbar. Außerdem wirkte sich die im Februar
gestartete eigene Serienproduktion von Achssystemen in den USA positiv aus.
Der Auftragseingang für Achssysteme mit Scheibenbremsen, die erstmalig in
Amerika auf der Mid-American Truckshow Anfang des Jahres vorgestellt
wurden, verläuft besser als erwartet. Der Umsatz in den ersten neun Monaten
2009 sank auf 130,5 Mio. Euro (Vj: 451,3). Die Bruttomarge lag wegen der
geringen Auslastung bei -3,6% (Vj: 11,9%).

Powered Vehicle Systems wächst um rund 20% zum Vorjahr
Die Business Unit Powered Vehicle Systems profitiert vom leichten
Marktaufschwung in den USA, während sich in Europa das Geschäft zunehmend
stabilisiert. Der kumulierte Umsatz stieg um 20,9% auf 73 Mio. Euro (Vj:
60,4). Im 3. Quartal betrugen die Umsätze 24,1 Mio. Euro, was einer
moderaten Steigerung um 2,4 Mio. Euro gegenüber dem 2. Quartal entspricht.
Die Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert im
Wesentlichen aus der Akquisition der ehemaligen Georg Fischer
Verkehrstechnik GmbH und eines Großauftrags in Nordamerika. Dank eines
guten Produktmix und erheblicher Effizienzverbesserungen stieg die
Bruttomarge deutlich auf 22,1% (Vj: 12,6%). Der auf 23,1% (Vj: 9,3%)
gestiegene Anteil am Konzernumsatz zeigt die wachsende Bedeutung des
Bereichs für den Konzern. Führende Marktforschungsinstitute rechnen zum
Jahresende mit einer weiter steigenden Nachfrage in den USA, da neue
Emissionsvorschriften ab 2010 zu vorgezogenen Neukäufen bei Flotten führen
können.

Aftermarket steigert Bruttomarge
Die Business Unit Aftermarket liefert weiterhin hohe Umsatz- und
Ergebnisbeiträge. Dazu tragen der Ausbau des internationalen
Servicenetzwerks durch einen neuen Vertrag mit Scania Werkstätten sowie die
breitere Produktpalette nach der Akquisition der ehemaligen Georg Fischer
Verkehrstechnik GmbH bei. Der Bereich erwirtschaftete in den ersten drei
Quartalen 2009 einen Umsatz von 112,9 Mio. Euro (Vj: 134,6). Im 3. Quartal
zeigte sich mit 38,0 Mio. Euro ein leichter Auftwärtstrend gegenüber dem 2.
Quartal, das 36,7 Mio. Euro auswies. Die Bruttomarge erhöhte sich auf 37,6%
(Vj: 35,7%). Die Entwicklung bestätigt die zunehmende Bedeutung des
Ersatzteilgeschäfts für den Konzern.

Starke Entwicklung beim Cashflow
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug 29,1 Mio. Euro und lag
damit trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs auf dem Niveau des Vorjahres.
Diese gute Entwicklung resultiert aus der erfolgreichen Umsetzung von
konzernweiten Maßnahmen zur Reduzierung des Working Capital. SAF-HOLLAND
kommt beim Vorratsabbau gut voran: Die Vorräte sanken zum 30. September
2009 auf 60,2 Mio. Euro (30.09.2008: 111,9). Die Eigenkapitalquote lag zum
Stichtag 30.9.2009 bei 6,6% (31.12.2008: 13,4%) Die Bilanzsumme reduzierte
sich auf 473,4 Mio. Euro (31.12.2008: 537,4). Grund dafür sind insbesondere
das gesunkene Net Working Capital sowie eine außerordentliche Abwertung in
Höhe von 16,9 Mio. Euro auf Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte.

Ausblick
Es zeigen sich erste Anzeichen für ein Wachstum in den Kernmärkten von
SAF-HOLLAND. Das Unternehmen erwartet außerdem, von zusätzlichen
Wachstumsmöglichkeiten in allen drei Business Units zu profitieren.
Zugleich wirken sich die Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und
Kostensenkung positiv aus und werden das Unternehmen nachhaltig stärken.
Das Ziel, 60 Mio. Euro bis Ende 2009 zu sparen, soll um etwa 10%
übertroffen werden. Auch das Net Working Capital will der Konzern bis Ende
2009 weiter reduzieren und die Liquidität so auf eine stabile Grundlage
stellen.

Hinweis: Das EBIT wurde um folgende Effekte bereinigt, die nicht originär
dem operativen Geschäft zuzuordnen sind: Abschreibungen aus der
Kaufpreisallokation und den Sonderabschreibungen auf Beteiligungsansätze
(Werthaltigkeitstest) sowie Restrukturierungskosten.

Unternehmensportrait:
Die SAF-HOLLAND S.A. zählt mit rund 800 Mio. Euro Umsatz in 2008 und über
2000 Mitarbeitern zu einem der führenden Hersteller und Anbieter von
hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen vorrangig für Trailer sowie für
Lkw, Busse und Wohnmobile. Die Produktpalette umfasst Achs- und
Federungssysteme, Sattel- und Anhängerkupplungen, Königszapfen und
Stützwinden. SAF-HOLLAND beliefert die Mehrzahl der weltweit namhaften
Anhänger- und Lkw-Produzenten. Über ein weltweites Service- und
Distributionsnetzwerk werden die Produkte an Original Equipment
Manufacturer (OEM), an Original Equipment Supplier (OES) und über den
Ersatzteilmarkt direkt an Endnutzer und Servicewerkstätten verkauft. Damit
hat sich SAF-HOLLAND als einer der wenigen Hersteller in seiner Branche
etabliert, der mit einer umfangreichen Produktpalette und einem weiten
Servicenetz international aufgestellt ist. SAF-HOLLAND S.A. ist seit Juli
2007 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Kontakt:
SAF-HOLLAND Group GmbH
Barbara Zanzinger
Hauptstraße 26
63856 Bessenbach

Phone +49 6095 301-617
barbara.zanzinger@safholland.de

19.11.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP. Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de


Michael Schickling
Director Investor Relations / Corporate Communications
Tel. +49 (0)6095 301 617

SAF-HOLLAND SE
Hauptstraße 26
D-63856 Bessenbach
Deutschland