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SAF-HOLLAND sichert Finanzierungsspielraum - Vorläufige Zahlen für das Geschäftjahr 2008

Luxemburg, 27. Februar 2009- Die SAF-HOLLAND
S.A., ein international tätiges Zulieferunternehmen für die Truck- und
Trailer-Industrie, hat seinen Finanzierungsspielraum für die nächsten
Monate gesichert. Dazu wurde heute eine Vereinbarung mit dem derzeitigen
Bankenkonsortium unter Führung von Dresdner Kleinwort und UniCredit
unterzeichnet. Mit dem Abschluss hat das Unternehmen einen wichtigen
Schritt zur Anpassung seiner Finanzierung vom Februar 2008 an die
geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erreicht.

Dr. Reiner Beutel, CEO der SAF-HOLLAND GROUP GmbH: 'Die Vereinbarung mit
unseren Kreditgebern bestätigt die gute Positionierung von SAF-HOLLAND in
einem schwierigen Marktumfeld. Wir sichern uns damit die
Unternehmensfinanzierung für die nächsten Monate. Wir werden nun eine
Strategie und ein Finanzierungskonzept entwickeln, damit SAF-HOLLAND für
seine weitere Entwicklung gut gerüstet ist.'

Vor dem Hintergrund der im ersten Halbjahr 2008 stark gewachsenen Märkte
hatte das Unternehmen im Februar eine Kreditlinie über 325 Mio. Euro zu
günstigen Zinskonditionen verhandelt, die im Gegenzug an die Einhaltung
bestimmter Finanzkennzahlen gebunden waren. Die nun getroffene Vereinbarung
ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen, um die Finanzierungsbedingungen
vor dem Hintergrund sich verändernder Märkte und der schlechten
Prognostizierbarkeit der weiteren Branchenentwicklung anzupassen. Die
Vereinbarung setzt die Prüfung der besagten Finanzkennzahlen zum 31.
Dezember 2008 und zum 31. März 2009 aus.

Die Stillhaltevereinbarung mit den beteiligten Banken gilt bis Juni 2009.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG
mit der Erstellung eines Gutachtens zur weiteren Finanz- und
Liquiditätsplanung beauftragt. Nach Vorliegen des Gutachtens am 20. April
soll innerhalb von 60 Tagen, also bis zum 19. Juni 2009, ein
Finanzierungskonzept für die nächsten Geschäftsjahre erstellt werden.

Vor diesem Hintergrund wird SAF-HOLLAND seinen Jahresabschluss statt am 2.
April 2009 erst am Montag, den 27. April 2009, veröffentlichen. Die
Hauptversammlung der Gesellschaft wird ebenfalls um einige Wochen
verschoben.

Die Geschäftsentwicklung 2008 war für SAF-HOLLAND von gegensätzlichen
Einflüssen geprägt. Nach dynamischen Wachstumsraten im ersten Halbjahr sah
sich das Unternehmen im vierten Quartal 2008 mit einem erheblichen
Nachfragerückgang konfrontiert. Darauf reagierte das Management zügig und
konsequent, um die Kosten an die neue Situation anzupassen. Das
umfangreiche Maßnahmenprogramm beinhaltete die deutliche Reduzierung von
Personal- und Logistikkosten, die Zusammenlegung von Standorten und die
Reduzierung der Kapitalbindung an Vorräten. So hat das Unternehmen zuletzt
einen Standort in Nordamerika verlagert und einen weiteren in der Slowakei
geschlossen. Insgesamt reduzierte SAF-HOLLAND seine Kosten in den letzten
vier Monaten 2008 um rund 15 Mio. Euro, der Vorratsabbau umfasste im selben
Zeitraum ein Volumen von rund 20 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr 2008 erreichte SAF-HOLLAND nach vorläufigen Zahlen einen
Umsatz von rund 798 Mio. Euro gegenüber 812,0 Mio. Euro im Vorjahr. Vor
allem durch den erheblichen Umsatzrückgang im vierten Quartal sank das
bereinigte Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern (nach IFRS) auf etwa 41
Mio. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag dementsprechend bei rund 5,1 %.
Auf Basis der Annahmen von aktuellen Absatzerwartungen in der Truck- und
Trailer-Industrie geht SAF-HOLLAND davon aus, dass der Umsatz des
Unternehmens in allen Segmenten unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Die
Entwicklungen belasten auch deutlich das Ergebnis 2009. Um die
Ergebnissituation dauerhaft zu verbessern, wird das Unternehmen die schon
eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätsverbesserung
ausbauen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Vorratsbestände um weitere
30 Mio. Euro reduziert werden und das Kostensenkungsprogramm beinhaltet
Einsparungen von zusätzlich 35 Mio. Euro. Das erfolgt über
Personalkostenmaßnahmen, Sachkostenreduzierungen, Investitionskürzungen
und Werkszusammenlegungen. Eine Werksstilllegung betrifft eine
Produktionsstätte in Bessenbach bei Aschaffenburg. Vor dem Hintergrund
dieser Entwicklungen wird die Gesellschaft keine Empfehlung zur Zahlung
einer Dividende geben. Im Fokus stehen derzeit die Verschlankung der
Kosten- und Unternehmensstrukturen sowie die Refinanzierung des
Unternehmens.

UntUnternehmensportrait

ernehmensportrait

Die SAF-HOLLAND S.A. zählt mit rund 800 Mio. Euro Umsatz und über 2000
Mitarbeitern zu einem der führenden Hersteller und Anbieter von
hochwertigen Produktsystemen und Bauteilen vorrangig für Trailer sowie für
Lkw, Busse und Wohnmobile. Die Produktpalette umfasst Achs- und
Federungssysteme, Sattel- und Anhängerkupplungen, Königszapfen und
Stützwinden. SAF-HOLLAND beliefert die Mehrzahl der weltweit namhaften
Anhänger- und Lkw-Produzenten. Über ein weltweites Service- und
Distributionsnetzwerk werden die Produkte an Original Equipment
Manufacturer (OEM), an Original Equipment Supplier (OES) und über den
Ersatzteilmarkt direkt an Endnutzer und Servicewerkstätten verkauft. Damit
hat sich SAF-HOLLAND als einer der wenigen Hersteller in seiner Branche
etabliert, der mit einer umfangreichen Produktpalette und einem weiten
Servicenetz international aufgestellt ist. SAF-HOLLAND S.A. ist seit Juli
2007 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

27.02.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP


Michael Schickling
Director Investor Relations / Corporate Communications
Tel. +49 (0)6095 301 617

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